Arbeiten als Independent Game Developer hört sich immer cool an und hat sicherlich auch bei dem einen oder anderen Kindertraum Status. Umso besser für uns, dass es jetzt seit jüngerer Zeit auch für Flash Game Developer eine Art Businessmodell existiert. Da dieser Bereich ganz schön umfangreich ist und man sicherlich damit ein Buch füllen könnte, werde ich nur die grundlegendsten Einnahmequellen und Distributionswege für Flash Games inkl. Vor-und Nachteile erläutern.

Independent Game Developer Mind Map
In-Game-Advertising

In-Game-Advertising funktioniert ähnlich der Bannerwerbung für Websites. Mit Hilfe eine API können wir Werbung an beliebigen Stellen in unserem Game platzieren. Preloader, Highscore Screens usw. bieten sich dafür sehr gut an. Abgerechnet wird meistens, wie bei Google AdSense per Klick. Eine ganz gute Infrastruktur für dieses Erlösmodel liefern MochiAds und GameJacket Ad4Game.
Vorteile:
• Stetige Einnahmen über einen längeren Zeitraum
• Volle Freiheit der Werbungsplatzierung
• Volle Verfügungsfreiheit über sein Game
Nachteile:
• Es müssen extrem viele User das Spiel spielen. Das heißt man muss sein Game auf sehr vielen Gamesportalen veröffentlichen. (Hoher Zeitaufwand)
• Nicht so hohe Einnahmebeträge

Lizenzierung und Sponsoring

Bei dieser Erlösform verkaufen wir bestimmte Nutzungsrechte von unserem Spiel an einem Käufer. Welche verschiedenen Formen der Rechteabtretung existieren lässt sich sehr gut auf dem Blogeintrag "Choosing Sponsor wisely" durchlesen. In der Regel kann der Käufer bei dem erworbenen Game sein Branding integrieren. Das kann von einem einfachen Einbinden eines Firmenlogos bis hin zur Integration eines ganzen Corporate Design Konzepts geschehen. Wie umfangreich diese Änderungen ausfallen werden, wird direkt mit dem Käufer abgesprochen. Am Ende kann der Käufer das Game für seine Marketingkampagne einsetzen oder was auch immer vereinbart wurde. Eine sehr nette Plattform, die Game Developer und Käufer zusammenführt ist FlashGameLicense.com und wer noch neu in diesem Bereich ist, erhält eine sehr gute Einführung zum Thema auf FlashGameSponsorship.com
Vorteile:
• In der Regel hoher Einnahmebetrag
• Relativ schnelle Abwicklung
• Wenig Distributionsaufwand (kaum oder kein Aufwand für die Veröffentlichung seines Games auf Game Portalen)
Nachteile:
• Zum Teil nur ein einmaliger Ertrag
• verminderte Verfügungsgewalt über sein Game aufgrund der Rechteabtretung
• Kleiner Kundenkreis mit evtl. Extrawünschen (Anpassungen am Games für das Branding)

Verkauf von virtuellen Game Items

Der Verkauf von virtuellen Gütern wird schon seit längerem in einigen MMORPG eingesetzt. Dabei kaufen unsere Spieler unsere virtuellen Spielgegenstände gegen echtes Geld. Damit dieses Erlösmodell funktionieren kann, muss unser Game Design genau dafür angepasst werden. Bei bestehenden Spielen ist diese Erlösform nur schwer umzusetzen, da sich das Game Design so gut wie gar nicht im nach hinein verändern lässt. Jedoch beachtet man dieses Erlösmodel direkt bei der Erstellung neuer Spiele, so lässt es sich relativ gut einsetzen. Einige kleine Tipps für das passende Game Design liefert der Blog Freelance Flash Games. Für die technische Infrastruktur (von MicroPayments) können die APIs von Kongregate, Nonoba, MochiCoins, GamerSafe, HeyZap und/oder whirled.com benutzt werden.
Read more...
Arbeiten als Independent Game Developer hört sich immer cool an und hat sicherlich auch bei dem einen oder anderen Kindertraum Status. Umso besser für uns, dass es jetzt seit jüngerer Zeit auch für Flash Game Developer eine Art Businessmodell existiert. Da dieser Bereich ganz schön umfangreich ist und man sicherlich damit ein Buch füllen könnte, werde ich nur die grundlegendsten Einnahmequellen und Distributionswege für Flash Games inkl. Vor-und Nachteile erläutern.
[caption id="attachment_669" align="aligncenter" width="300" caption="Independent Game Developer Mind Map"][/caption]
In-Game-Advertising
In-Game-Advertising funktioniert ähnlich der Bannerwerbung für Websites. Mit Hilfe eine API können wir Werbung an beliebigen Stellen in unserem Game platzieren. Preloader, Highscore Screens usw. bieten sich dafür sehr gut an. Abgerechnet wird meistens, wie bei Google AdSense per Klick. Eine ganz gute Infrastruktur für dieses Erlösmodel liefern MochiAds und GameJacket Ad4Game.
Vorteile:
• Stetige Einnahmen über einen längeren Zeitraum
• Volle Freiheit der Werbungsplatzierung
• Volle Verfügungsfreiheit über sein Game
Nachteile:
• Es müssen extrem viele User das Spiel spielen. Das heißt man muss sein Game auf sehr vielen Gamesportalen veröffentlichen. (Hoher Zeitaufwand)
• Nicht so hohe Einnahmebeträge
Lizenzierung und Sponsoring
Bei dieser Erlösform verkaufen wir bestimmte Nutzungsrechte von unserem Spiel an einem Käufer. Welche verschiedenen Formen der Rechteabtretung existieren lässt sich sehr gut auf dem Blogeintrag "Choosing Sponsor wisely" durchlesen. In der Regel kann der Käufer bei dem erworbenen Game sein Branding integrieren. Das kann von einem einfachen Einbinden eines Firmenlogos bis hin zur Integration eines ganzen Corporate Design Konzepts geschehen. Wie umfangreich diese Änderungen ausfallen werden, wird direkt mit dem Käufer abgesprochen. Am Ende kann der Käufer das Game für seine Marketingkampagne einsetzen oder was auch immer vereinbart wurde. Eine sehr nette Plattform, die Game Developer und Käufer zusammenführt ist FlashGameLicense.com und wer noch neu in diesem Bereich ist, erhält eine sehr gute Einführung zum Thema auf FlashGameSponsorship.com
Vorteile:
• In der Regel hoher Einnahmebetrag
• Relativ schnelle Abwicklung
• Wenig Distributionsaufwand (kaum oder kein Aufwand für die Veröffentlichung seines Games auf Game Portalen)
Nachteile:
• Zum Teil nur ein einmaliger Ertrag
• verminderte Verfügungsgewalt über sein Game aufgrund der Rechteabtretung
• Kleiner Kundenkreis mit evtl. Extrawünschen (Anpassungen am Games für das Branding)
Verkauf von virtuellen Game Items
Der Verkauf von virtuellen Gütern wird schon seit längerem in einigen MMORPG eingesetzt. Dabei kaufen unsere Spieler unsere virtuellen Spielgegenstände gegen echtes Geld. Damit dieses Erlösmodell funktionieren kann, muss unser Game Design genau dafür angepasst werden. Bei bestehenden Spielen ist diese Erlösform nur schwer umzusetzen, da sich das Game Design so gut wie gar nicht im nach hinein verändern lässt. Jedoch beachtet man dieses Erlösmodel direkt bei der Erstellung neuer Spiele, so lässt es sich relativ gut einsetzen. Einige kleine Tipps für das passende Game Design liefert der Blog Freelance Flash Games. Für die technische Infrastruktur (von MicroPayments) können die APIs von Kongregate, Nonoba, MochiCoins, GamerSafe, HeyZap und/oder whirled.com benutzt werden.
Vorteile:
• Stetige Einnahmen über einen längeren Zeitraum
• Hohe Kundenspektrum
• Volle Verfügungsgewalt über sein Game
• Volle Freiheit über die Entwicklung des Games
Nachteile:
• Game Design muss speziell für dieses Erlösmodell angepasst werden
• Das Game muss einige Anforderungen von Social Games erfüllen. Daher höherer Initialaufwand
Wie man mit seinem Game auf diese 3 Arten sein Geld verdienen kann, spiegelt das Game Kyobi von Photon Storm wider. In seinem Blogeintrag beschreibt er sehr schön auf welchen Plattformen das Game veröffentlicht wurde und was man dabei beachten musste. Auf dem Blog von elite-games.net werden in regelmäßigen Abständen Erträge von dem Erlösmodel In-Game-Advertisment veröffentlicht. So dass man dort einen guten Eindruck bekommt, welche Einnahmen ungefähr mit diesem Ansatz möglich sind. Eine weitere sehr schöner Einnahmequelle kann auch das Verkaufen von Merchandise Produkten sein. Ja richtig gehört! Verkauf von realen physischen Produkten. So dass bei einer guten Aufmachung eines Games diese Erlösquelle auch einen beachtlichen Erlös liefern kann, damit haben selbst die Entwickler des Games „Dino Run“ nicht mit gerechnet.
Mehr möchte ich zu diesem Thema nicht schreiben, weil das schon sehr viele andere schon sehr gut gemacht haben. Deshalb hier eine kleine Liste interessanter Beiträge, die zum Thema passen. Ich empfehle euch einige dieser Berichte kritisch zu lesen, denn teilweise ist die Stimmung ein wenig übertrieben positiv dargestellt.
Lost Garden: Flash Love Letter (2009) Part 1
Where's The Cash For Flash?
Making money from flash games
How to make Money from Flash Games
Marketing/Monetizing a Flash Game
$100,000 Flash Game Experiment
Five Realistic Steps To Starting A Game Development Company
Five Foundational Steps To Surviving As A Game Developer
The further adventures of Kyobi + Updated sales figures
Flash Game Portal List
Creating a Flash Game Distribution Package
Wie zu jedem Thema gibt es auch hier einige interessante Blogs, die einem wirklich sehr gut weiterhelfen in Sachen Independent Game Development. Deshalb die "must-read" Blogs für uns Independent Game Developer.
• Freelance Flash Games News
• Flash Truth …about flash gamedev and business
• Flash Game Monetization
• Mochiland
• Emanuele Feronato » italian geek and PROgrammer
• Merlin’s Dev Blog
• Photon Storm
Kleiner Nachtrag in meinem Text. Falls man gar nicht soweit kommen sollte ein eigenes Spiel auf die Beine stellen zu können. Sei es weil einem die Design oder Programmierer Skills fehlen. Dann schaut mal auf der Plattform FlashGameArt.com nach. Es ist zwar nicht die schönste Seite, aber der Ansatz Developer und Designer zusammen zubringen ist sehr löblich! Auch Kongregate verfolgt mit Collabs einen ähnlichen Ansatz :-)
Das war eigentlich alles was ich zu diesem Bereich zusammentragen konnte. Mehr Infos bzw. mehr Links gibt es nur auf meinem delicious account unter den Tags gamedev, business und monetize.
Zu guter Letzt zu euch. Seht ihr das Game Development unter den erwähnten Erlösmodellen als gute Einnahmequelle oder ist es eher Träumerei? Was meint ihr? Ich würde mich über ein Kommentar sehr freuen. :-)
//