Archive

Archive for November, 2006

Literatur für interaktives Video

November 23rd, 2006 No comments

Interaktives Video Flash Video Flash Media Server

Viel Literatur zum interaktiven Video im Web gibt es nicht. Im deutschprachigen Raum ist mir nur ein nennenswertes Buch aufgefallen Interaktives Video im Internet mit Flash von Florian Plag und Roland Riempp. Durchgelesen habe ich das Buch nicht, jedoch hat die Leseprobe mir Lust auf mehr gemacht. Besonders gut finde ich die technologisch unabhängige Betrachtung von Interaktivität im Video und die Begründung warum gerade Flash Video State-of-the-art im Web ist. Desweiteren gibt es eine Website mit einem sehr gutem Blog zu diesem Buch www.video-flash.de.

Im englischsprachigen Raum kann ich das Buch Foundation Flash 8 Video vom Verlag Friends of ED empfehlen. Am Anfang gibt es eine kleine Einführung in die Videoverarbeitung und dann geht es auch schon direkt los, wie z.B. man am schnellsten sein Video in die eigene Website integriert (mit z.B. der FlvPlayback-Komponente). Im Mittelteil beschäftigt sich das Buch mit dem Interaktionsaufbau einer Videogallerie (hierzu sollte man schon ActionScript Kenntnisse besitzen). Aber auch eine kleine Einführung in die Erstellung eigener Videoeffekte fehlt bei diesem Buch nicht. Diese Buch richtet sich hauptsächlich an Anfänger und Fortgeschrittene im Bereich Flash Video, Profis in diesem Bereich werden eher enttäuscht sein.

Da interaktives Video mehr ist als nur die typische Clientanwendung zum Abspielen von Videos beim User, ist auch das Können des Flash Video Developer im Bereich Servertechnologien und Streaming gefragt. Gerade bei den Themen Videochat, Videostreaming usw. hat sich das Buch Programming Flash Communication Server vom Verlag O Reilly als Standardwerk heraus kristallisiert.

Ich denke mit dem Wissen dieser 3 Bücher ist man für fast alle zukünftigen Flash Video Anwendungen gut vorbereitet und braucht keine Angst mehr vor der Video Revolution im Web zu haben ;-)

-- UPDATE 13.04.2007 --
Ein nettes Interview mit Bjoern Kowalski zum Thema interaktive Video Flash Site gibt es auf Flashstreamworks.com. Auf jeden Fall super interessant wieviel Technik und Arbeit in sowas drinne steckt!

-- UPDATE 16.05.2007 --
Stefan Richter von FlashComGuru.com bringt ein neues Buch mit dem Titel Hands-On Guide to Flash Video heraus. Wer seinen Blog kennt, weiss das es sich hier um ein sehr gutes Werk handeln muss.

Web 2.0 im Beta Wahn?!

November 7th, 2006 No comments

ziki pando pornotube

Immoment wird man ja regelrecht überschwemmt mit Artikeln über das Thema Web 2.0. Aber als ich einen Web 2.0 Artikel in der Page (Ausgabe 12.2006) gelesen habe, war ich doch sehr überrascht über haufenweise Web 2.0 Logos mit einem Beta-Zeichen. Das find ich als Web-Developer sehr merkwürdig. So etwas gab es früher in dieser Häufigkeit nicht. Damals hat man die Anwendung frei für die Öffentlichkeit gegeben, wenn sie fehlerfrei lief. Die steigende Tendenz von Veröffentlichungen halb fertiger Webanwendungen finde ich sehr beunruhigend. Denn eine bessere Usabality (wie es dem Web 2.0 Anwendungen so oft zugesagt wird) bringt gar nichts, wenn die volle Funktionalität der Anwendung nicht gewährleistet werden kann.

Aber welche Gründe veranlassen die Web-Developer solch eine Richtung einzuschlagen? Ist es die Angst, dass jemand anderst einem zuvorkommt und die Annerkennung des Innovators einheimst?! Oder akzeptieren die User mit Hilfe des Beta-Zeichens die Bugs der Anwendung besser und weisen evtl. sogar noch freundlich daraufhin anstatt die Web-Developer mit bösen Mails zu kontaktieren? Ich habe auf diese Fragen leider keine Antwort, aber ich als Web-Developer finde diesen Weg nicht gut, denn halbfertige Lösungen bringen keinen etwas und auf langfristige Sicht evtl. mehr Frust als Lust auf mehr. Meine 2cents dazu.

Categories: Allgemein, Gedanken Tags: ,

Internet-TV für Content-Produzenten

November 4th, 2006 No comments

brightcove akamai stahl

Leider kann ich aus Zeitmangel nicht wie versprochen einen ausführlichen Bericht zum Thema "Internet-TV und die neuen Geschäftsfelder für Contentproduzenten und -eigentümer" schreiben. Deswegen werde ich nur die harten Fakten kurz aufzählen.

Vorteile des Internet-TV für Content-Produzenten:

  • Verkürzung der Vertriebswege: Eine Filmproduktionsfirma kann ihren Film oder ihre Serie direkt an den Endkunden im Internet verkaufen.Kosten für die DVD Herstellung und die Händlerpauschalen (für den Weiterverkauf der DVDs) entfallen
  • Internet-TV ist ein mögliches Mittel für die Film- und Fernsehindustrie gegen die Raubkopierer (wegen der Möglichkeit Filme billiger und besser zu vertreiben) und die Zuschauerabwanderung anzukommen
  • Auf den entstehenden InternetTV Verkaufsplattformen erhält man genauere Daten zum Userververhalten (genauere Zuschauerdaten gegenüber der klassichen Einschalt- quotenermittlung). Mit den gewonnenen Userdaten kann man dann noch userorientierte Werbung anbieten (ähnlich der computergenerierten Kaufempfehlung von Amazon)

Probleme für die Nutzung von Internet-TV

  • Die Videoinhalte müssen geschützt werden. Dies geht nur mit komplizierten Verschlüsselungstechniken, siehe DRM-Systeme.
  • Umstellung oder eine komplett Neuimplementierung der technischen Infrastruktur hinsichtlich Vertrieb und Informationsübertragung (leistunsstarke Streamingserverarchitekturen)

Lösung für die Nachteile:
Beauftragung externer Firmen, die sich ausschliesslich mit der technischen Implementierung und Verwaltung befassen. Einige Firmen bieten genau für diesen Bereich interessante Lösungen an.
Grosse Player im Streamingmarkt:

Im deutschen Markt bietet noch OnlineLib ein interessantes DRM-System für FlashVideo Inhalte an.
Eine äusserst umfangreiche Bedürfnissabdeckung der Contentproduzenten für den Vertrieb von Videoinhalten im Internet bietet nur die amerkanische Firma Brightcove. Ihr Angebot geht über das übliche Streamingangebot weit hinaus, so bietet Brightcove z.B. ihren Kunden einen Paid-Service, anpassbare Frontend und Backend Lösungen im Modulform für ihre Verkaufsplattform (Flash Templates) an. Desweiteren gibt es noch die Möglichkeit über ein spezielles DRM-System von Brightcove die eigenen Videoinhalte zu verleihen, d.h. der User kann den Film zum Beispiel nur 1 Woche lang sehen. Danach kann er die Filmdatei nicht mehr öffnen und kann sie dann nur noch löschen.

Im Web bin ich dann noch auf einen interessanten Artikel über das Thema Paid Conent von Florian Stahl gestossen.

Das ist bis jetzt alles, was mir zu diesem Thema im Kopf herum geschwirrt ist.