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Archive for October, 2006

Internet revolutioniert das Wohnzimmer

October 16th, 2006 No comments

maxdome 1und1triple youtubedemand

Die Wenigsten von uns beziehen ihr Fernsehsignal aus dem Internet, also scheint es so dass doch keine Revolution im Gange. ist.Die Revolution hat aber schon angefangen mittels ihren Vorboten von TriplePlay Angeboten und Maxdome von ProSieben usw. Warum dass alles so toll ist werde ich in diesem Blogeintrag erstmal aus der Endnutzersicht beschreiben. (Die Contentproduzenten bekommen den nächsten Blogeintrag gewidmet).

Das neue Fernseh aus dem Internet passt sich durch die grössere Anzahl von Features den Wünschen der Zuschauer viel besser an. Das heisst der Fernsehzuschauer ist nicht mehr zeitlich an festen Sendeterminen gebunden, auch das ärgerliche Gefühl einer vergessenen Aufnahme gehört mit den Features Video-on-Demand und Timeshifting der Vergangenheit an. Das ist aber noch nicht alles, Firmen wie z.B. 1und1 macht es mit Maxdome vor. Sie bieten Ihren Kunden eine Movie-Flatrate über das Internet an, die nicht in der Sendeplanung eines Fernsehsenders sind. Maxdome übernimmt somit die Funktion der heimischen Videothek und der Kunde muss nicht mehr aus dem Haus um sich einen neueren Film anschauen zukönnen (vom nervigen Zurückbringen der DVD mal ganz zu schweigen), nein er kann den Film auf Knopfdruck zuhause bestellen und bekommt ihn sofort auf dem Fernseher über das Internet zu Verfügung gestellt. Um den Zuschauer einen komfortablen Filmgenuss zu gewährleisten liefert 1und1 zusätzlich zum Router noch eine Set-Top-Box für den Fernseher aus. Die Set-Top-Box ist mit einer extra Clientanwendung für das Maxdome-Portal ausgestattet, in der sich der Kunde mittels Fernbedienung durchnavigiert. Das Ganze ähnelt sehr stark einem DVD-Menü, nur mit dem Unterschied dass sich die Inhalte dynamisch erzeugen lassen. Die notwendigen Daten erhält die Set-Top-Box über W-LAN oder über ein direktes LAN Kabel zum Router. Fürs Erste erfüllt die Set-Top-Box seine Funktion, jedoch ist das ganze System für neue Anwendung, wie z.B. einen E-Mail Check sehr unflexibel und nicht gerade angenehm zu bedienen.

Ein neuer besserer Weg eröffnet sich durch die neuen HD-Ready und Full HD Fernseher. Diese Fernseher ermöglichen es mit ihrer hohen Auflösung (HD-Ready ca. 1368 x 768px / FullHD 1920 x 1080px) erstmals auch Webseiten klar und deutlich auf dem Wohnzimmer Fernseh darzustellen. Das hat den Vorteil, dass man auf die gleichen Oberfl&aumlMchen der schon bestehenden Webseiten und der schon dahinter steckenden Technik zurückgreifen kann. Der Zuschauer muss so kein ein neues Bedienkonzept erlernen. Nur gibt es in dieser Richtung noch ein kleines technisches Problem, die heutigen neuen HD Fernseher sind (noch) nicht für die Kommunikation mit Anwendungsprotokollen aus dem Internet ausgelegt. Ein Lösung wäre es Thin Clients in die HD Fernseher zu integrieren. Diese Thin Clients haben dann ein Mini-Betriebssystem installiert und sind ausgestattet mit einem Netzwerkanschluss,DVD Player und einem Browser mit dazugehörigen Plugins, wie z.B. Flash, Quicktime, Windows Media Player usw. (Einen sehr guten Beitrag zu Thin Clients gibt es in der Neues Sendung vom 15.10.2006). Somit kann der Zuschauer im Websurfen, seine E-Mails oder seinen Kontostand checken oder ganz einfach die gewünschten Videoinhalte auf den verschiedenen Plattformen abrufen. Wer jetzt aber sagt "Ja toll, die Videos im Internet sind aber nur so klein", der liegt falsch, so kann z.B. der Flash-Player neuerdings Videoinhalte aus dem Browser heraus (!) in den Vollbildschirm Modus umschalten. Diese integrierten Thin Clients mit Fernseher würden dem Zuschauer somit seinen vollen Fernseh- und Filmgenuss garantieren plus den ganzen Funktionumfang den das Internet bietet. Eine wichtige Sache gibt es noch zu beachten, keiner von uns möchte bestimmt eine Tastatur und eine Maus auf seinem Wohnzimmertisch liegen haben und die bisherigen Fernbedienung als Alternative sind dafür viel zu unkomfortabel. Da muss sich die Industrie (oder wir Medieninformatiker) noch was Gutes einfallen lassen .

Wenn man das Ganze jetzt nochmal überblickt, wird klar, dass der Kunde auf von der neuen Technik profitieren wird. Es wird für ihn einiges Handhabar werden, weil er nur noch ein Kabel für Fernseh, Internet und Telefon benötigt, das macht auch die Verkabelung und Vernetzung innerhalb des Hauses viel leichter (Stichwort: Heimnetzwerk). Die Kostenrechnung wird transparenter (TriplePlay Angebote) und vorallem bekommt er einen viel gr&oumlMsseren Spielraum in seinem Medienkonsum geboten, er kann jetzt einiges sehen wann und wo (denn die Neuen Medien lassen sich auch auf portable Medien übertragen) er will.

--- UPDATE --- 4.11.2006

Die Set-Top Box von Opera zum Internet surfen im Wohnzimmer

IPTV vs. DVB?!

October 15th, 2006 No comments

iptv

Seit einigen Monaten schwirren mir immer wieder die Begriffe IPTV und DVB-(S/T) durch den Kopf, ohne dass ich sie richtig zuordnen konnte. Das einzigste was ich mir anfänglich dabei dachte, war dass IPTV die direkte Konkurrenz zu DVB-(T/S) ist, so wie W-LAN zu UMTS im Mobilfunksektor. Doch nach einigen Recherchen ist mir aufgefallen, dass Devices (Geräte) mit IPTV evtl. nicht ohne DVB können, so wie Devices mit W-LAN wegen ihrer geringen Reichweite nicht ohne UMTS können (um ein flächendeckendes Netz gewährleisten zu können). Keine der beiden Konkurrenztechniken haben eine alleinige Daseinsberechtigung, obwohl IPTV dem Zuschauer auf dem ersten Blick einiges mehr bieten kann, wie z.B. Timeshifting, Video-on-Demand usw. als DVB. Jedoch stösst IPTV bei Übertragungen von Großveranstaltung (z.B. die Fussball-WM) wegen der vielen Zuschauer an seine technischen Grenzen. Das liegt hauptsächlich daran, dass IPTV dem Zuschauer eine Datenrate von 6-16 Mbit/s garantiert und solch eine Belastung hält kein Weitbereichsnetz (WAN) lange aus.

An einer Lösung dieses Problems arbeiten im Moment Studenten des Studiengangs Computer Engineering der Hochschule Furtwangen. Sie versuchen die DVB-Signale in Ethernet-Signale umzuwandeln um diese Daten anschliessend an den Netzwerkfernseher oder PC zu streamen. Somit würde dem Fernseh/Filmgenuss aus einem Kabel nichts im Wege stehen und der Zuschauer kann weiterhin auf die Features von IPTV zurückgreifen. Eins muss uns Medienentwickler im Klaren sein, den Zuschauer interessiert sich nicht wie es funktioniert, sondern dass es funktioniert. Und in diesem Bereich gibt es noch einige neue Geschäfsfelder zu erobern (Vision: Medien- und Kommunikationszentrale im Keller).

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Webcam User Interface

October 10th, 2006 2 comments

caminterface greenman handon

Nach einer Woche rumtüffteln mit meiner Webcam, habe ich es endlich geschafft, dass man mittels Webcam durch ein Menü navigieren kann. Die Grundlage der Personenextrahierung aus dem Webcambild stammt von dem Webcam Motion Detection Tutorial von Guy Watson, welches ich auf meine Bedürfnisse umgeschrieben habe. Das heisst der User erstellt ein Webcam Snapshot (er darf sich dabei nicht im Webcam-Bildbereich befinden) von seiner Umgebung. Somit erhalte ich alle Bildinformationen von seinem Hintergrund, die ich dann von dem jeweiligen aktuellen Bild (Frame) subtrahiere. Dieser Vorgang bewirkt, dass alle Pixel, die sich nicht verändern haben ein Ergebnis von Null zurückliefern (einen schwarzen Pixel). Alles was schwarz ist ist somit unaktiv, jedoch wenn ein Bereich zu z.B. 80% aus nicht schwarzen Pixel besteht, kann man davon ausgehen, dass dieser Bereich aktiv ist und eine Aktion kann ausgeführt werden.
Dieses Verfahren mittels Referenzbilderzeugung und Subtraktion funktioniert bisher ganz gut, jedoch stösst es bei Beleuchtungsänderung und bei Bildänderung durch die Automatik der Webcam an seine Grenzen. Bei solch einer Situation hilft nur noch die Erstellung eines neues Referenzbildes (Bei meinem Experiment durch den restart-Button möglich).

Probiert es mal selbst aus:

Source Code dieses Experiments

-- UPDATE 17.06.2007 --
Die CamButton Klasse wurde in Sachen Anwenderfreundlichkeit und erweiterte Funktionalität überarbeitet, so dass ihr diese Klasse sehr einfach für eure eigenen Experimente einsetzen könnt. Den Download gibt es unter Interactive Webcam Package mit ausführlicher Doku und Beispielcode zum leichteren Einstieg.

(Web)Camera Spielchen die Zweite

October 2nd, 2006 No comments

kreis befreiung codeme

Ich hab die Links doch wieder gefunden und noch einige Beispiele mehr. Juhuu :-)

Buttons drücken
Befreie das Bild

mehr zu der Thematik findet man noch in 2 Threads. Thread 1 und Thread 2 aus dem Flashforum

Desweiteren versorgt Intel die OpenSource Gemeinde mit einer kostenlosen C++ Bibliothek im Bereich Bildverarbeitung mit dem Namen Open CV. Die Bibliothek soll unter anderem Gesichts- und Gestenerkennungen beherrschen und noch einiges mehr. Für die C++ Programmierer auf jeden Fall mal ein Klick wert!

Auch das MIT ist in diesem Bereich akiv. Ziel ist die Erstellung komfortabler Werkzeuge für die Entwicklung interaktive Grafikanwendungen basiert auf visuellen Kamerasignalen.

-- UPDATE 15.11.2006 --
GSkinners Camera Interations

-- UPDATE 19.12.2006 --
Auch meine vorherige Hochschule (FH Wiesbaden) ist in diesem Bereich mittlerweile aktiv geworden. Einige interessante Projekte (AR-Arcanoid, AR-Soccer) unter der Leitung von Prof. Schwanecke. Auf seiner Seite gibt es unter dem Fach Computergrafik Vertiefung noch mehr Infos zum Thema VideoMotionDetection in Kombination mit 3D Umgebungen!

-- UPDATE 12.02.2007 --
Das Projekt EyesWeb Project der Universität Genua beschäftigt sich mit bildbasierter Interaktion und stellt Interessierten in diesem Bereich ein kostenloses Framework zu Verfügung. Desweiteren bietet die Uni Siegen einen Masterstudiengang Bildinformatik an, damit man in diesem Bereich dann ein wirklich wahrer Master wird ;-)

-- UPDATE 11.03.2007 --
BodyPong, ein nettes Webcamspiel, das man zu zweit spielen kann. Entstanden mit der Flash Technologie und dem hier bereits erwähnten EyesWeb-Framework

-- UPDATE 17.04.2007 --
Mit Flashfilterlab.com lassen sich ganz ohne Programmierkenntnisse Webcaminteraktion realisieren. Die GUI-Oberfläche von Flashfilterlab ähnelt sehr stark dem Prinzipien von MaxMSP/Jitter. Auf der Inertnetseite kann man das Ganze auch mal testen! Bin überrascht von der Perfomance im Browser.